Wer hat Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 (ALG 2)?

ALG 2 erhält jeder, der mindestens 15 Jahre alt, erwerbsfähig und hilfebedürftig ist, seinen gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland hat und noch nicht das Renteneintrittsalter erreicht hat. Unter 15-jährige, die mit anderen Personen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten Sozialgeld.

Darüber hinaus erhalten auch solche Personen Leistungen nach dem SGB 2, die mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben.

ALG 2 erhält, abweichend von oben stehendem, jedoch nicht, wer

für die Dauer von mindestens sechs Monaten in einer stationären Einrichtung untergebracht ist, oder sich ohne Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs aufhält. Dem Aufenthalt in einer stationären Einrichtung ist der Aufenthalt in einer Justizvollzugsanstalt gleichgestellt.

Auszubildende und Studenten, deren Ausbildung dem Grunde nach mit BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe förderbar ist, sind vom ALG 2 Bezug ausgeschlossen. Dieser Ausschluss gilt unabhängig davon, ob Bafög oder BAB tatsächlich gezahlt, oder aus personenbedingten Gründen nicht gezahlt wird. (Siehe auch die Seite "ALG 2 oder BAföG/BAB") 

Ist für den Bezug von ALG 2 ein Antrag erforderlich?

Ja. ALG 2 wird nur auf Antrag gewährt. Die erforderlichen Antragsunterlagen, nebst einer Liste, welche Unterlagen eingereicht werden müssen, erhalten Sie beim zuständigen Leistungsträger. Wenn Sie nicht wissen, wer das ist, fragen Sie beim örtlichen Sozialamt oder der örtlichen Agentur für Arbeit nach. Dort wird man Ihnen sicher Auskunft erteilen.

Ein im laufenden Monat gestellter Antrag wirkt auf den 1. des Monats zurück. Stellen sie einen Antrag auf ALG II also zum Beispiel am 20. Oktober, dann erhalten Sie Leistungen ab dem 1. Oktober.

Leistungen für Mehrbedarfe sind vom eigentlichen ALG II Antrag mit umfasst, während zum Beispiel Leistungen aus dem Bildungspaket separat beantragt werden müssen. Im Zweifelsfall gilt also, lieber einen Extra-Antrag stellen, als dass Leistungen wegen fehlender Antragstellung nicht gewährt werden.